Re: Re an 007


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Geschrieben von miki am 23. Februar 2006 22:41:

Als Antwort auf: Re: Re an 007 geschrieben von Baldr am 23. Februar 2006 21:16:

>Du magst deine Argumente Fakten nennen, aber du beachtest auch nur die Facten, die dir passen. Fakten aus Psychologie und Soziologie lässt du ausser Acht, oder bezeichnest sie als Philosophien. Auf jeden Fall ist in deinem Gedankengang ein Fehler drinn, ich würde dir raten, den noch mals zu überdenken.<

nun - interessant wäre aber mal einen LÖSUNGSANSATZ aus deiner warte zu erfahren!
das resumee deiner ausführungen lässt sich im grunde genommen auf eine aussage reduzieren - einfach teilen was da ist - egal von wem erwirtschaftet etc.!

du beschreibst somit den kommunismus!
wenn ich mir mal einen abstecher in die philosophie gestatte so kann ich dir da nur uneingeschränkt recht geben!!!

wenn jeder in einem system das beiträgt was er kann so wäre das perfekt! wie aber jedermann weiss ist gerade das "perfekte" system des kommunismus nicht zu letzt daran gescheitert dass es nurmehr "manager" gab - und zwar die sorte die du so nett mit der ameise beschrieben hast - man nannte sie auch apparatschiks!
es tritt dabei nämlich ein bestimmter effekt auf wenn wir auch noch einen abstecher in die psychologie machen: die frage "was kann ich beitragen" wird blitzartig ersetzt durch die frage "was muss ich beitragen"! (mindestens...um einen "anspruch" auf irgendwas zu erwerben)

dem steht eben der kapitalismus - mit allen stärken wie natürlich auch schwächen - gegenüber der aber immerhin einen entscheidenden vorteil hat: er besitz selbstreinigungskraft und nur dort wo "sozialverträglich" eingegriffen wird beginnen sich eiterbeulen zu bilden - eben genau in form der aparatschiks die meinen durch umverteilung auch nur irgendetwas retten zu können!
als beispiel dafür nenne ich mal holzmann!

der tenor dieser denkweise ist eben derjenige, dass nicht geprüft wird ob jemand eine unterstützung tatsächlich umbedingt braucht - nein - es wird geprüft ob es nicht eine möglichkeit gibt noch jemanden zu unterstützen um seine wählerstimme zu kaufen!

was auf diesem level abläuft ist in meinen augen die perfiedeste art der bestechung die es überhaupt gibt denn ein manager oder chef der versagt wird mitsamt seinem betrieb untergehen - wenn ein politiker versagt so tritt er zurück und findet sich halt dann in brüssel wieder - ist aus der schusslinie und erfreut sich nochdazu eines hören salaires als zuvor da dann ja noch spesen dazu kommen....
der kleine aber feine unterschied besteht nur darin, dass sich am ausbaden dieses mistes der von politikern gebaut wird alle zwangsbeteiligen müssen wodurch es keinen gewinner sondern nur verlierer gibt! irgendwann ist dann aber der punkt erreicht wo auch die stärkste selbstreinigungskraft des kapitalismus nichtmehr ausreicht - dann bleibt nurmehr eine möglichkeit: sich aus dem system zu verabschieden und abzuwandern um nicht noch gutes geld schlechtem hinterherzuwerfen! eben dieser punkt wurde etwa anfang der 90er jahre erreicht.

wenn du in einem vorigen beitrag schreibst der wähler hätte die möglichkeit den kurs zu korrigieren ... naja - da müsste man als erstes mal das wahlrecht unter die lupe nehmen und die frage beantworten ob menschen die - zwar persönlich lieb und wert sein mögen - es aber nicht schaffen 3 zahlen zu addieren und einen gelesenen text zu erfassen (pisa lässt grüssen) befähigt sind richtungsweisende entscheidungen zu treffen. ich beantworte diese frage mit einem klaren: nein!
dies begründet sich schon alleine auf der tatsache, dass stets die partei die meisten stimmen bekommt die die grössten versprechungen macht - und eben genau diese partei kann für denkende menschen wohl kaum in betracht kommen! einerlei welche auch immer es ist. fazit: es ist schon seit langem KEINE mehr wählbar sondern es bietet sich nurmehr die option an unter schlechten möglichkeiten die relativ beste zu wählen - leader hingegen sind gewohnt die beste möglichkeit zu finden und sollte keine hinreichend brauchbare lösung bestehen eben eine zu schaffen! und wieder ist um einmal öfter genau das passiert: was hier nicht möglich ist wird eben anderswo gemacht - denn die relativ beste lösung unter schlechten ist eben nicht akzeptabel!
erst an diesem punkt stösst die macht von politik und gewerkschaften an grenzen - traurig ist dass es soweit kommen musste aber ein ende der talfahrt ist leider immer noch nicht in sicht - im gegenteil - es rückt mit jedem streik und jeder neuen forderung in weitere ferne - das ist durchaus auch räumlich zu sehen ...


am ende möchte auch ich dir noch einen kleinen denkanstoss in form einer kleinen geschichte mit auf den weg geben:

es war einmal ein bettler in frankreich der seinem könig begegnete. er sagte: mein könig, ihr seid so reich und ich bin so arm. es wäre doch eigentlich nur gerecht wenn ihr euren reichtum mit uns allen teilen würdet - was könnten wir doch alles damit machen! der könig lächelte und erwiderte: ich finde du bist ein weiser mann und hast recht! ich will dir deinen anteil geben. er griff in die tasche und reichte ihm einen louidor mit den worten: ich habe 5 millionen louidores und habe zugleich 5 millionen untertanen - hier ist dein anteil!



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